Einträge von Santiago Tovar

La Raupo, die Fabel im Original

1926 erschien die kleine Originalfabel „Die Raupe“ von Filareto Kavernido, geschrieben in der Ido-Sprache, im Verlag der Ido-Centrale in Berlin. Abgesehen von der Bedeutung, die sie als Beitrag zum eher mageren Bestand der auf Ido verfügbaren Literatur haben mag – und Filareto wurde nach seinem Tode von der Zeitschrift „Progreso“ wegen seines sicheren und eleganten Stils im Reform-Esperanto gelobt, der Beitrag müsste also als bedeutend eingestuft werden -, gibt diese Schrift auch einen guten Einblick in seine ideologischen und ethischen Vorstellungen…

1929-1933

Anfang Juli setzen sie zu einer 3-wöchigen Überfahrt im Frachtschiff von Bordeaux nach Port-au-Prince, Haiti. Dort angekommen, werden sie sofort ohne Angabe von Gründen ausgewiesen, und reisen über Santo Domingo in den Norden des Landes, in die Cibao-Region bei Moca. Die Gruppe läßt sich in der Gegend des Nördlichen Gebirges bei Jamao (unweit von Puerto […]

1926-1929

Während dieser Jahre hält sich die Kommune in Frankreich auf, zuerst in Tourrettes, danach versucht sie, sich auf Korsika niederzulassen Wir vermuten eine ständige starke Fluktuation der Mitglieder, so daß zum Schluss die Kerngruppe fast auf Familiengröße zurückgegangen war (Filareto, seine Lebensgefährtin, Karl Uhrig, die Gruppe um Gerhard Schöndelen und wenige mehr, dazu mehrere Kinder). […]

1926

Filareto Kavernido veröffentlicht in Berlin auf Ido die Fabel „Die Raupe“, welche die platonischen Werte der Suche nach der Schönheit, der Kunst und dem Wissen preist. Die Kommune beschließt, nach Frankreich zu ziehen, wo Filareto seit dem vergangenen Jahr bereits Fuss zu fassen versucht. Man kann vermuten, daß der Tod von Filaretos Mutter Elise, wahrscheinlich […]

1921-1925

In diesen Jahren nehmen die Aktivitäten zur Verbreitung des Wirkungskreises der Kommune in Berlin zu. Anfang Januar 1921 beteiligt er sich am Treffen der Anhänger der Siedlungs- und Landkommunenbewegung in Worpswede. Die Konferenz findet im Barkenhoff statt, dem Hause des bekannten Malers Heinrich Vogeler. Sie soll der Gründung einer gesamtdeutschen Organisation aller an der Entwicklung […]

1920

Goldberg ist unter der Berliner Adresse Rosenthaler Str. 62 (das Gebäude existiert noch) als Arzt verzeichnet. Er korrespondiert mit verschiedenen Führern der europäischen anarchosyndikalistischen Bewegung (darunter auch mit R. Grossmann alias Pierre Ramus, nur ein Brief erhalten) und bemüht sich mit geringem Erfolg um die Anerkennung seiner theoretischen und praktischen Vorschläge zur Gesellschaftsveränderung. Veröffentlichung der […]

1918-1919

Eine der ersten organisatorischen Aktivitäten Goldbergs ist die Gründung einer Gruppe von Handwerkern und Schneidern in diversen Stadtteilen Berlins (z.B. Mariendorf). Diese Menschen werden von seinen Vorschlägen und sofortigen praktischen Lösungen angezogen, die eine Kombination von utopischen Ideen des Kleinhandwerks- und Agrarkommunismus mit philosophischen und moralischen Grundsätzen der deutschen Philosophie, insbesondere Nietzsches, sind. Strenge Disziplin […]

1913-1918

Es sind sicher verschiedene Gründe, die dazu führen, daß Heinrich Goldberg in diesem Jahr eine entscheidende Krise erlebt und dem psychischen Zusammenbruch nahe kommt. Sicherlich spielt eine diffuse Unzufriedenheit mit den allgemeinen Verhältnissen eine Rolle sowie die enger werdende Bedrohung durch die Justizbehörden, die ihn seit 1911 wegen der ärztlichen Delikte verfolgen. Seine Familie versucht, ihn von seiner depressiven Stimmung zu befreien, […]

1911-1912

In dem oben erwähnten Zeitungsartikel wird auch im Zusammenhang über einen Prozeß gegen Goldberg wegen der von ihm zu verantwortenden Todesfällen zweier Frauen berichtet, er habe in „… Hohenschönhausen eine Privatklinik für Frauen. Er soll hunderte von Operationen dort ausgeführt und in den Kreisen der Patientinnen sich großer Beliebtheit erfreut haben, da er von unbemittelten […]

1906-1910

Wir schätzen den Beginn der ideologischen Krise Goldbergs auf das Jahr 1907. Sein Studienort Freiburg war Anfang des Jahrhunderts eine Hochburg der Nietzsche-Anhänger, so ist es nur wahrscheinlich, daß Goldberg hier Einführung fand in die Gedankenwelt seines späteren philosophischen Vorbildes Nietzsche. Auch dürfte er hier erstmalig mit der Esperantosprache konfrontiert worden sein. Es ist zu […]