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Kavernido und Heinrich Vogeler |
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Geschrieben von Tobias Gloger
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Montag, 20. August 2007 |
In seinem Buch "Ökopax und Anarchie" erwähnt Prof. Ulrich Linse ein Treffen mehrerer Anhänger der alternativen Siedler- und Landkommunenbewegung der 1920er Jahre im Barkenhoff, dem Hause des Malers Heinrich Vogeler in Worpswede. Bei einem Besuch Santiago Tovars im August 2007 im Barkenhoff finden sich Ansätze für weitere Untersuchungen.
Die Vita wurde aktualisiert.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 20. August 2007 )
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Freitag, 20. Juli 2007 |
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Soweit wir wissen, haben die Herausgeber der Ido-Zeitschrift PROGRESO in der Schweiz die erste Nachricht über die Ermordung Heinrich Goldbergs alias Filareto Kavernido im Jahre 1933 in Europa veröffentlichten. Darin heißt es:
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Juli 2007 )
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La Raupo, eine Interpretation |
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Freitag, 20. Juli 2007 |
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Eine Interpretation
1926 erschien die kleine Originalfabel "Die Raupe" von Filareto Kavernido, geschrieben in der Ido-Sprache, im Verlag der Ido-Centrale in Berlin. Abgesehen von der Bedeutung, die sie als Beitrag zum eher mageren Bestand der auf Ido verfügbaren Literatur haben mag - und Filareto wurde nach seinem Tode von der Zeitschrift "Progreso" wegen seines sicheren und eleganten Stils im Reform-Esperanto gelobt, der Beitrag müsste also als bedeutend eingestuft werden -, gibt diese Schrift auch einen guten Einblick in seine ideologischen und ethischen Vorstellungen und erlaubt Schlussfolgerungen über seine Verfassung und geistige Interessenlage in den Monaten unmittelbar vor der Auswanderung nach Frankreich.
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Juli 2007 )
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Geschrieben von Santiago Tovar
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Freitag, 20. Juli 2007 |
Das Rote Luch und La Kaverno di Zaratustra
Ein Besuch im August 2004
Die von Filareto gegründete Kaverno di Zaratustra verfügte über ein Stück Land mit einer Art primitiven Höhlenwohnung in einem ländlichen Gebiet - genannt Rotes Luch - etwa 25 km östlich von Berlin. Der Beginn seiner "ländlichen" Kommune ist wahrscheinlich auf Ende 1920-Anfang 1921 (siehe Fussnote 1) zu datieren, und er hielt sie bis zu seinem Fortgang nach Frankreich im Frühling 1926 aufrecht. Nach unseren Kenntnissen handelte es sich um eine kleinere Parzelle, in welcher er, gemäss seinen in der Broschürenreihe der Mitteilungsblätter vorgelegten Vorschlägen zur Organisation, die Gründungszelle für die allmähliche Entwicklung einer kommunistischen Wirtschaft auf Grundlage der von ihm propagierten "Gärtnereien, Kleinvieh- und Geflügelzüchtereien und Landwirtschaften" vorsah.
Die in den Broschüren der Jahre 1919-20 (siehe Fussnote 2) enthaltenen "Grundgedanken der Organisation" beschreiben "La Kaverno" als "jene Höhle Zarathustras mit ihren Seiten- und Hinterhöhlen, in der die Irrenden und Schweifenden, die Ausgestossenen und Davongelaufenen sich zum höheren Menschen zusammensetzen," und sie fassen in 8 Punkten sehr konkret die Ziele der Kommune, vornehmlich die wirtschaftlichen Aufgaben zusammen: danach sollen die Gesinnungsgenossen in jeder Stadt "sich zu einer kommunistischen Gruppe" zusammenschließen, gemeinsam Wohnungen mieten und dort zusammenwohnen, sie werden Lebensmitteleinkauf und "die Befriedigung sonstiger Bedürfnisse" gemeinsam leisten (1), wobei sie in der Regel ihren normalen Arbeiten nachgehen (2) und das gemeinsam, "durch die kommunistische Lebensweise" ersparte Geld für die Einrichtung von Werkstätten und die Anlegung von Gärtnereien, Kleinvieh- und Geflügelzüchtereien und Landwirschaften verwendet wird (3). Als Ergebnis davon kann man "allmählich mehr und mehr Kameraden aus dem heutigen Produktionsprozeß heraus(zu)ziehen und ganz auf den anarchokommunistischen Boden … stellen" (4). Dabei sollen alle Möglichkeiten zur Gründung von Nebenbetrieben und "Gelegenheits-Hilfs-Industrien", wie etwa "Herstellung von Kleinholz oder kunstgewerbliche Betätigung" ausgeschöpft werden (5) und die Gruppen mit solchen gemeinsamen wirtschaftlichen Aufgaben kleingehalten werden, um die "Kasernierung" unmöglich zu machen (6). Sämtliche derartige Gruppen, "die sich irgendwo gebildet haben", stellen miteinander eine "anationale Organisation" zusammen, welche eine "auf streng kommunistischer Grundlage aufgebaute Konsumptions- und Produktionsgemeinschaft darstellt" (7). Ferner wird erklärt, dass es für diese Organisation keine Autorität gibt außer der "Vernunft des Einzelnen", das einzige Zwangsmittel "die Liebe des Schaffenden" sein kann (8).
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Juli 2007 )
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Geschrieben von Bruno Zimmermann
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Freitag, 20. Juli 2007 |
Die anarchistische und anarcho-syndikalistische Jugendbewegung 1919-1933
Ulrich Linse (Hrsg.)
Zur Geschichte und Ideologie der anarchistischen, syndikalistischen und unionistischen Jugendorganisation 1919-1933
dipa-Verlag Frankfurt am Main 1976
28. Bruno Zimmermann: Rotes Luch. In: JM 11, 2 (Februar 1922):
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Geschrieben von Maja Tovar
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Freitag, 20. Juli 2007 |
Ein Reisebericht
Es war wie im Detektivroman: Santiago und ich auf der Suche nach der Vergangenheit, mit einer Landkarte der Provence und nur wenigen Daten als einzigem Werkzeug. Vertuemo und Lotte und auch die dominikanischen Geschwister hatten uns von ihrem Leben in Tourrettes erzählt, aber natürlich darf man nicht vergessen, dass dieses Leben fast 80 Jahre zurückliegt und sie alle sehr kleine Kinder waren, mit Ausnahme von Lotte, die damals 13 Jahre alt war und deren Erinnerungen deswegen auch am konkretesten und ausführlichsten sind.
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